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In Zagreb soll ein Denkmal für Ante Pavelic aufgestellt werden

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Am 26.12.2009 um 15:00 Uhr soll auf einem Platz in Zagreb ein Denkmal aufgestellt werden. Dies kündigte der Leiter der rechtsgerichteten Bewegung Tomislav Dragun an.  Den Kroatischen Medien wollte Tomislav Dragun nicht mitteilen auf welchem Platz das Denkmal stehen wird. Er ist aber der Meinung das aus Urteilen des EU Gerichtshofes zu erkennen ist dass es keine Möglkichkeit gibt die Auftellung des Denkmals zu verhindern. Ante Pavelić (* 14. Juli 1889 in Bradina, heute zur Gemeinde Konjic, Bosnien und Herzegowina; † 28. Dezember 1959 in Madrid), war ein kroatischer faschistischer Politiker und von 1941 bis 1945 Führer des kroatischen Ustaschastaates NDH (Nezavisna Država Hrvatska = Unabhängiger Staat Kroatien).

Ante Pavelić verließ das Königreich Jugoslawien 1929, um die jugoslawische Königsdiktatur vom Ausland aus zu bekämpfen. Er ging ins Exil in das faschistische Italien, von wo er die kroatische Unabhängigkeitsbewegung Ustascha und ihren mit terroristischen Mitteln geführten Befreiungskampf in seiner Heimat leitete. Ante Pavelić und die von ihm geführte Ustascha waren auch an der Ermordung König Alexanders I. von Jugoslawien und des französischen Außenministers Louis Barthou in Marseille beim Staatsbesuch am 9. Oktober 1934 beteiligt.

Der von Benito Mussolini unterstützte Ante Pavelić wurde nach der Kapitulation Jugoslawiens vor den Achsenmächten (17. April 1941) Staatsoberhaupt (Poglavnik) des Unabhängigen Staates Kroatien, den er schon eine Woche vorher, am 10. April 1941 proklamiert hatte. Bereits am 6. Juni 1941 wurde Pavelic zu einem Staatsbesuch auf dem Obersalzberg empfangen. Der von der Ustascha dominierte Unabhängige Staat Kroatien umfasste flächenmäßig etwa zwei Fünftel des ehemaligen jugoslawischen Territoriums. Da er einen großen Teil der kroatischen Küste (Istrien, Kvarner-Bucht, Dalmatien) und den Gorski Kotar an Italien abtreten musste, andererseits jedoch größere Gebiete mit mehrheitlich kroatischer Bevölkerung in Bosnien-Herzegowina und Syrmien an ihn angeschlossen wurden, waren mehr als die Hälfte seiner Einwohner mehrheitlich römisch-katholischen Kroaten, knapp ein Drittel hingegen hauptsächlich orthodoxe Serben. Eine weitere große Gruppe waren die heutigen Bosniaken, die sich damals als „Kroatische Muslime“ verstanden.

Ante Pavelić ließ einen planmäßigen Völkermord an Serben, Juden, orthodoxen Christen sowie kroatischen und muslimischen Systemgegnern (häufig Kommunisten) durchführen. Das größte kroatische Konzentrationslager befand sich in Jasenovac, wo nach Angaben des Simon-Wiesenthal-Zentrums 85.000, nach Angaben des United States Holocaust Memorial Museum insgesamt etwa 56.000 bis 97.000 Serben, Juden, Roma und kroatische Oppositionelle umgebracht wurden. Es gab mehrere Todestransporte von hier nach Auschwitz.

1945 verließ Pavelić die fliehenden kroatischen Truppen und floh über Österreich und Italien nach Argentinien. Bei der Flucht soll er einen Teil des Staatsschatzes mitgeführt haben. In Argentinien gründete er eine Exilregierung. In Jugoslawien wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Pavelić stand unter dem Schutz von Juan Domingo Perón und nach dessen Sturz unter dem Schutz von Francisco Franco Bahamonde.

Bei einem Attentat in Argentinien wurde er 1957 verletzt. Das Attentat könnte durch den jugoslawischen Geheimdienst UDBA veranlasst worden sein. Ausgeführt wurde es vermutlich von dem im Exil lebenden Montenegriner Blagoje Jovović. Dieser hat Anfang der 1990er einen serbischen Journalisten damit beauftragt, seine Biographie auf Papier zu bringen.

Pavelić starb in Spanien an den Spätfolgen seiner Verletzungen.

Infos zu Ante Pavelic von wikipedia.de